IMG_7730Der Buddha im Reiter

Buddha sagt, unser ganzes Leben ist die Schöpfung unseres Geistes. Alles, was wir erleben, wissen und tun, entspringt der Geistestätigkeit. Durch die Zauberkraft der Achtsamkeit können die 5 Hindernisse im Leben, Zweifel, Unruhe, Trägheit, Verlangen und Widerwille aufgelöst werden.
Welcher Reiter kennt sie nicht, diese lästigen Hindernisse. Eigentlich, und da gebe ich Buddha recht, sind Hindernisse dazu da um darüber zu springen und sie hinter sich zu lassen. Also trainieren wir ein wenig unsere Achtsamkeit um diesem Ziel ein wenig näher zu kommen. Auf dem Pferd könnten diese Übungen wie folgt ausschauen.
Wir reiten am langen Zügel, entspannt mit offenen Augen, ganz ruhig entlang der Bahn. Wir rufen uns ins Bewusstsein „ich sitze auf dem Pferd, ich spüre die Bewegung in meinem Körper, ich lasse mich voll auf das hier und jetzt ein“. Wir spüren in unseren Körper und Geist, ergründen das Gefühl in uns, spüren in unsere Muskeln, die Wärme, die Energie, das Eins sein mit dem Pferd. Wir versuchen alle Wahrnehmungen zur Kenntnis zu nehmen ohne diese ändern zu wollen. Achtsamkeit heißt also alle Erfahrungen, Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen zu registrieren aber nicht zu bewerten. Körperempfindungen gezielt wahrzunehmen kann mitunter ein schwieriges Unterfangen sein. Die Entwicklung des propriozeptive Tastsinns (gezielte Wahrnehmung der inneren Welt, des Körpers) ist ein wichtiger Meilenstein in der Reiterei. Ich finde Buddha und die Grundlage der Achtsamkeit hier als große Bereicherung.
Eine Freundin erzählte mir neulich bei einem geführten Ausritt, sie fühle sich genau in diesem Moment im Hier und Jetzt und genießt dieses Gefühl. Diese Aussage brachte mich zum Nachdenken. Wie oft reiten wir stur die Reitbahn entlang, spulen gelerntes ab, verlangen schwierige Übungen und lassen uns von Zuschauern oder anderen Reitern ablenken. Vielleicht sollte doch ein wenig mehr Buddha in die Reithallen und die Köpfe der Reiter einziehen, vermutlich würden es unsere Pferde danken… begegnen wir Ihnen und uns doch mal mit mehr Achtsamkeit… sind sie nicht der Spiegel unserer Seelen? ;-)

Quelle: Buddhas Anleitung zum Glücklichsein, Maria Mannschatz, GU

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