CIMG5905… auch bei der Gangpferdeausbildung steht erstmal das vorwärts abwärts im Mittelpunkt der klassischen Ausbildung. Entsprechend dem Gebäude, dem Können und dem Individuum an sich, soll dass Pferd lernen sich nach vorne – abwärts zu strecken. Der Rückenmuskel kann sich optimal entwickeln, da er sich aufwölbt und zugleich gedehnt wird, entsprechend kann das Reitergewicht langfristig problemfrei getragen werden. Sind diese Voraussetzungen geschaffen kann das Pferd später tiefer unter seinem Schwerpunkt treten und in die Versammlung kommen. Hankenbiegung wird erreicht, ein Absenken der Hinterhand und entsprechende Aufrichtung. Diese kommt uns dann im Tölt wieder sehr entgegen.

Der Kreislauf oder oft auch Teufelskreislauf beginnt oder endet hier, Zeit heißt das Zauberwort, welche dem Pferd in der Ausbildung gegeben werden muss. Kopf in den Himmel zerren und künstliche Spannung aufbauen, war gestern, sinnvolle Pferdeausbildung, systematisch aufgebaut sollte uns allen am Herzen liegen.

Zu Gute kommen uns die Seitengänge (siehe auch vorherigen Blog). Sie verhelfen, dass das Pferd mit dem inneren Hinterfuß vermehrt Gewicht aufnehmen kann und somit auch wieder tiefer unter den Schwerpunkt kommt. So wird mit einem in Resonanz schwingenden kräftigen Pferderücken eine echte Aufrichtung für den Tölt erreicht.  Entsprechend der klassischen Ansicht sollte auch erst jetzt mit dem Erarbeiten des Tölts begonnen werden.  Auch beim Naturtölter sollte man sich Zeit lassen: Tölt verlang Aufrichtung, diese verlangt einen kräftigen Rücken, wird zu früh getöltet ist der Rücken noch nicht in der Lage das Reitergewicht zu tragen und verspannt sich, er macht sich fest, das Pferd wird so nie untertreten können und wird nie den Reiter mit Leichtigkeit tragen lernen.

Rhythmus –  ein weiteres magisches Wort in der Pferdeausbildung, gerade für die kleinen, schnellen Isländer, die durch den Reiter leicht aus dem Rhythmus gebracht werden können, gerne dann den Tölt anstatt dem Trab anbieten (vor allem bei Naturtöltern), ist es enorm wichtig am Reitersitz zu arbeiten. Ziel ist ein im Rhythmus schwingender Reiter, dies wird bestenfalls durch körperliche Übungen/Gymnastik vor dem Reiten zur Lockerung erreicht und durch regelmäßige spezielle Übungen zur Stabilisierung und Aufbaus der Reitermuskulatur. Nach wenigen Wochen wird sich eine Besserung im Reitersitz und somit im „Mitfühlen“ der Bewegungen des Pferdes einstellen. Das Pferd wird es mit sauberen Gängen quittieren.

0

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*